Der vergessene 17. Juni

Von Conny A. Meier | Es ist ein Anachronismus sondersgleichen, speziell in der deutschen Geschichte, dass ein bestehender Nationalfeiertag, der an ein bedeutendes historisches Ereignis erinnert, abgeschafft wird, um ihn durch ein völlig unbedeutendes Ereignis, das willkürliche Datum eines Verwaltungsaktes, zu ersetzen.

So geschehen im Jahr der Wiedervereinigung 1990, als der „Tag der deutschen Einheit“ vom 17. Juni auf den 3. Oktober verlegt wurde. Seitdem ist der Gedenktag an den niedergeschlagenen Arbeiteraufstand in der DDR von 1953 kein gesetzlicher Feiertag mehr, im Gegensatz zum 1. Mai, der vom Gröfaz höchstpersönlich zum arbeitsfreien Nationalfeiertag erkoren wurde und der bis heute ein gesetzlicher Feiertag ist.

Stasi-Opfer zum zweiten Mal bestraft

Die Frage ist: Warum? Warum wurde ein Nationalfeiertag, der an die zahlreichen Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft in der DDR, somit auch an die politisch Verfolgten und die Mauertoten erinnert, abgeschafft? Gibt es die Toten der SED nicht mehr, gibt es keine Stasi-Opfer mehr? Sollen sie absichtlich vergessen gemacht werden? Zum zweiten Mal bestraft werden?

Nun ist der 17. Juni ja keineswegs als Gedenktag abgeschafft worden. Nur der gesetzliche Feiertag. Aber warum  gibt es dann kaum ein öffentliches Gedenken mehr? Warum wird er von unseren Dressur-Eliten schlichtweg übergangen, nicht gewürdigt und dem Vergessen preisgegeben?

Die Antwort ist so simpel wie banal. Weil es den Merkels, Stegners, Gabriels, Schulzens, Özdemirs usw. einfach nur peinlich ist, an die Verbrechen des Sozialismus erinnert zu werden. Statt der Opfer der SED zu gedenken, wird der sogenannte „Kampf gegen Rechts“ zur staatlichen Leitideologie erkoren. Dem Tanz um das goldene Kalb des staatlich verordneten „Antifaschismus“, der dem DDR-Antifaschismus immer ähnlicher wird, kann sich nur entziehen, wer immun ist gegen Arbeitsplatzverlust, gesellschaftliche und mediale Ausgrenzung und wer keine schulpflichtigen Kinder hat und nicht studiert.

17. Juni – Stachel im Fleisch des SED-Regimes

Der 17. Juni war ein ständiger Stachel im Fleisch des ersten „Arbeiterstaates auf deutschem Boden“ und somit eine jährlich wiederkehrende Provokation für nahezu alle SED und FDJ-Funktionäre sowie deren Kostgänger im Westen. Dies trifft in besonderer Weise auch auf unsere Kanzlerin zu, deren Verhältnis zu Deutschland ziemlich ambivalent sein dürfte. Man erinnere sich nur an ihren Auftritt am Abend der Bundestagswahl 2013, als sie dem CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe die Deutschland-Fahne aus der Hand nahm und sie sichtlich angewidert entsorgte.

Dass Politiker aus SPD, Grünen und Linkspartei zu Deutschland, zur Nation sowie zu gesundem Patriotismus eine, gelinde gesagt, ablehnende Haltung einnehmen, muss nicht näher erläutert werden. Es genügt, die frühere Juso-Vorsitzende Franziska Drohsel zu zitieren: “Also deutsche Nation ist für mich nichts, auf das ich mich positiv beziehe. Politisch bekämpfe ich das sogar eher.”

Damit stellt sie sich politisch als Stichwortgeberin der „Deutschland-Verrecke“-Fraktion zur Verfügung, mit allen Konsequenzen, die linke Gewalttäter in ihrem Tun nur bestärken.

Gedenktag nicht passend zur Islamisierung Deutschlands

In diesen unseren „postfaktischen Zeiten“, in denen sich selbst die Bundesregierung nicht mehr an Recht und Gesetz hält und reihenweise Verträge bricht, werden gewisse Analogien zum Endstadium der untergegangenen DDR immer offensichtlicher. Ein Gedenken an die Opfer des Sozialismus am 17. Juni kommt dieser fatalen, als „alternativlos“ angepriesenen, pseudosozialistischen Politik und ihren Protagonisten nicht gelegen. Das passt da nicht mehr zur Merkel‘schen Agenda der offenen Grenzen und der Islamisierung der Gesellschaft.

Dabei zeigen sie keinerlei Skrupel, grundgesetzwidrige Gesetze durchzupeitschen, um tatsächliche oder vermeintliche Kritiker zum Schweigen zu bringen. Das sogenannte „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ aus dem Haus von Heiko Maas sei hier nur exemplarisch genannt. Nicht konkretisierbare, neue Straftatbestände wie „fake-news“ und „hate-speech“ sollen künftig am Rechtsweg vorbei, durch nichtstaatliche Stellen aufgespürt und bestraft werden. Soziale Netzwerke sollen für berechtigte und unberechtigte Regierungskritik ihrer Nutzer unter Androhung von Millionenstrafen haftbar gemacht werden.

Ungeachtet der Tatsache, dass nicht nur der UN-Sonderbeauftragte für Meinungsfreiheit, sondern auch der hauseigene wissenschaftliche Dienst des Bundestags diesen Gesetzentwurf als menschenrechtswidrig beurteilt haben, soll  hier vermutlich ein Exempel für weitere freiheitseinschränkende Gesetzesvorhaben geschaffen werden und zudem die Richter des Bundesverfassungsgerichts auf ihre Loyalität zur Bundesregierung getestet werden. Die weiteren Schritte auf dem Weg in den Totalitarismus sind so vorgezeichnet. Wir müssen uns also darauf einstellen, diese Entwicklung nicht widerstandslos hinzunehmen.

Zeichen setzen!

Auf PI-News wurde bereits mehrfach über den 17. Juni geschrieben und auch Handlungsempfehlungen gegeben, was jeder Einzelne tun kann, um das Gedenken an die Opfer sozialistischer Diktatur hochzuhalten. Ich empfehle die Artikel hierhier und hier.

Lassen wir die Berliner Bürokraten in ihren gepanzerten Limousinen ihren wohlfeilen 3. Oktober, nebst der Okkupation desselben als „Tag der offenen Moschee“ durch die Koran-Gläubigen, feiern. Sie feiern nicht die Einheit Deutschlands. Sie feiern nicht Freiheit und Toleranz, obwohl sie ständig diese Worte im Munde führen wie einen alten Kaugummi. Sie huldigen der Intoleranz und verachten das Volk und die Nation.

Lasst den 17. Juni weiterleben. Setzen wir Zeichen!

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